Gut- & bösartige Erkrankungen des Magens

Erkrankungen des Magens

Die Erfindung moderner Medikamente hat in den vergangenen Jahrzehnten dazu geführt, dass Magengeschwüre (Ulkus) nur noch selten operativ behandelt werden müssen. Dies ist z.B. der Fall, wenn ein Geschwür die Magenwand durchbrochen hat und Mageninhalt in die Bauchhöhle fließt. Dann muss eine sofortige Operation erfolgen.

Bösartige Magengeschwülste (Magenkarzinome) können einem gutartigen Magengeschwür sehr ähnlich sehen, eine alleinige medikamentöse Therapie führt hier aber nicht zur Heilung. Die Diagnose wird meist bei einer Magenspiegelung gestellt.

In Abhängigkeit von der Art der Erkrankung kann bei der Operation ein kleiner Teil des Magens erhalten werden (4/5 Resektion). Manchmal muss der Magen vollständig entfernt werden (Gastrektomie). Dabei kann die Operation abhängig vom Befund und der Konstitution des Patienten minimal-invasiv durchgeführt werden.

Die bestmögliche Therapie des Magenkarzinoms umfasst neben der Operation auch eine medikamentöse Vor- und Nachbehandlung. Die individuelle Empfehlung des besten, individuellen Behandlungskonzeptes erfolgt durch unsere interdisziplinäre Tumorkonferenz.


Erkrankungen der Speiseröhre

Eine der häufigsten Erkrankungen der Speiseröhre stellt der Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre dar (gastroösophageale Refluxerkrankung, "GERD", Sodbrennen), die eine chronische Verätzung der Speiseröhre (Refluxösophagitis) erzeugen kann.

Oft kann sie durch Medikamente behandelt werden, aber nicht alle Patient*innen werden dadurch beschwerdefrei oder möchten ihr Leben lang Medikamente nehmen. Dann kann eine Antirefluxoperation (z. B. Hitoplastik, Fundoplikatio) zu einer dauerhaften Heilung führen. Da diese Operation in der Regel minimal-invasiv ("Schlüsselloch-Chirurgie") durchgeführt wird, werden die Patient*innen bereits wenige Tage nach der Operation wieder entlassen.


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