Die Multiple Sklerose ist die häufigste neurologische Erkrankung des jungen Menschen. Es liegen Entzündungsherde an unterschiedlichen Stellen im Gehirn und im Rückenmark zugrunde.
Ein besonderer Gesichtspunkt dieser Erkrankung ist, dass die körperlichen Beschwerden extrem unterschiedlich sein können.

Klassische Symptome können sein:

  • Sehstörungen
  • Sprechstörungen, ggf. Schluckstörungen 
  • Chronische Müdigkeit 
  • Schwindel 
  • Ungeschicklichkeit, Schwäche oder Lähmungserscheinungen in verschiedenen Körperabschnitten 
  • Gefühlsstörungen in verschiedenen Körperabschnitten, wobei damit z.B. Taubheitsgefühle, Brennen, Ameisenlaufen, Kribbeln und Missempfindungen gemeint sind. Auch sind Schmerzen als Symptom der Multiplen Sklerose viel häufiger als allgemein vermutet. 
  • Blasenstörungen und Verdauungsstörungen sind ebenfalls mögliche klassische Zeichen, wobei sich die Verdauungsprobleme zumeist auf eine chronische Verstopfung beziehen, zwischenzeitlich aber auch Durchfälle auftreten können. 
  • Gangstörungen mit entsprechenden Problemen der freien Beweglichkeit, so dass unter Umständen Hilfsmittel wie Gehstützen, Rollatoren oder Rollstuhl notwendig werden können.

Die Unterschiedlichkeit der Beschwerden ist ein Grund, warum die Stellung der Diagnose erschwert sein kann.

Die Diagnose wird durch die Beurteilung von verschiedenen Aspekten gestellt:

  • die klassische Krankheitsgeschichte 
  • der körperliche neurologische Untersuchungsbefund 
  • die Kernspintomographie von Gehirn und Rückenmark 
  • die Nervenwasserentnahme 
  • elektrische Zusatzuntersuchungen

Die Erkrankung gilt als gut behandelbar. Alle Behandlungsmethoden werden in der Klinik für Neurologie vorgehalten und werden individuell auf die Bedürfnisse des einzelnen Betroffenen abgestimmt.



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