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HIFU-Behandlung bei Prostatakrebs 

Punktgenaue Behandlung der Prostatakrebses - Fokale Therapie von Krebsherden in der Prostata mittels fokussiertem Ultraschall (HifU) 

Krebsherde in der Prostata gezielt behandeln, ohne das ganze Organ zu behandeln oder gar zu entfernen - Dieser Idealvorstellung von Patienten und Urologen erschließt sich im Rahmen der Weiterentwicklung der Ultraschall-Technologie seit Anfang 2016 ein neuer Weg. 

Die Behandlung von auf die Prostatadrüse begrenztem Krebs mittels hochintensiven fokussierten Ultraschalles bietet in ausgewählten Fällen eine Alternative zur Radikalen Prostataentfernung oder Bestrahlungstherapie  vor allem, wenn diese Verfahren nicht in Frage kommen. 

Dieses Verfahren eignet sich besonders für Patienten mit:

  • lokal begrenzten und über Biopsie gesicherten Krebsherden in der Prostata 
  • schweren Vorerkrankungen, denen eine große Operation nicht zuzumuten ist 
  • ausgedehnten Voroperationen im Bauchraum, die den Einsatz des DaVinci-Systems verhindern 
  • gesichertem niedrig bösartigem Prostatakrebs unter aktiver Überwachung (active surveillance), die eine zusätzliche Therapie mit heilendem Ansatz wünschen. 

Was macht diese Behandlung so attraktiv?

  • Fokus auf den Krebsherd: Nur der Tumor wird behandelt, nicht die gesamte Prostata
  • Geringes Risiko von Nebenwirkungen wie Potenzverlust oder unfreiwilligem Urinverlust
  • Schonende Alternative zu Operation oder Strahlentherapie in passenden Fällen

Verfahren im Überblick

  • Voruntersuchung per MRT der Prostata
  • MRT-fusionierte Prostatabiopsie zur gezielten Abklärung der Verdachtszonen
  • Bestätigung einer bösartigen Veränderung; danach erfolgt die fokale HIFU-Behandlung des Krebsherdes
  • Die gewonnenen Daten fließen in ein neu entwickeltes HIFU-Gerät namens Focal One ein, das das Ultraschallbild ergänzt
  • Die moderne Software des Focal One ermöglicht die Behandlung jedes Prostatapunkts größer als 5 mm, ohne benachbartes Gewebe oder Nervenbahnen zu schädigen – so bleiben Kontinenz und Potenz besser geschützt

Warum sich der Fokus lohnt

  • Gewebe-schonende Behandlung des Krebsherdes
  • Vermeidung einer radikalen Prostataentfernung oder Ganzkörperbestrahlung
  • Besonders sinnvoll, wenn andere Therapien nicht geeignet sind oder zusätzlich gewünscht werden

Nächste Schritte

  • Vereinbaren Sie eine unabhängige Beratung, um Ihre individuelle Eignung festzustellen
  • Wir klären Sie über Ablauf, Nutzen, Risiken und Nachsorge auf und unterstützen Sie bei der Entscheidungsfindung

Die Urologische Klinik des St. Barbara-Hospitals gehört zu den ersten Anwendern dieses Verfahrens. Chefarzt Prof. Planz und Oberarzt Dr. Sven Hauser bringen langjährige Expertise in die Behandlung ein.

Hauptverantwortliche

Prof. Dr. med. Bernhard Planz

Stationärer Zentrumsleiter, Chefarzt der Klinik für Urologie und Kinderurologie und Zentrumskoordinator
+49 2043 278-15600

Dr. med. Sven Hauser

Geschäftsführender Oberarzt, Facharzt für Urologie

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